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RFID als Schlüssel - Selbstorganisierende Funksysteme: sicher und komfortabel

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München, 01.03.2007 |  CeBIT 2007, 15. – 21. März 2007, Hannover: Türschlösser, die per Funk neue Schließberechtigungen erhalten, automatisch Funkstörungen erkennen und beheben, sind bald keine Zukunftsmusik mehr. Wissenschaftler der Fraunhofer ESK zeigen auf der CeBIT (Halle 9, Stand B36) ein System, mit dem alle Türschlösser eines Gebäudes mit Hilfe eines low-power-Funksystems zukünftig sicher und komfortabel von einem zentralen Rechner aus verwaltet werden können.

  

In großen öffentlich oder gewerblich genutzten Gebäuden ist die Verwaltung von Schließberechtigungen eine komplexe Aufgabe: Die hohe Zahl an Türen, Schließbereichen und Sicherheitsanforderungen benötigt eine individuelle Zuweisung der Schließberechtigungen für jeden Nutzer. So haben z.B. Mitarbeiter nur Zugang zu den Bereichen, die für ihre Arbeit wichtig sind, und Besucher dürfen sich nur eingeschränkt im Gebäude bewegen.

Das auf der CeBIT gezeigte Funkschließsystem wurde zusammen mit der Uhlmann & Zacher GmbH entwickelt. Es wird den hohen Anforderungen, die unterschiedliche Schließberechtigungen in großen Gebäuden stellen, gerecht. Anschaulich dargestellt wird es mit virtuellen Räumen, für die die unterschiedlichen Schließberechtigungen zentral von einem Rechner aus vergeben werden können. Die virtuellen Räume stellt das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT zur Verfügung, das auf der Messe den facilityboss – ein Raumreservierungssystem – präsentieren wird.

Das Funkschließsystem ist sowohl komfortabel, als auch sicher und kann damit auch in sicherheitskritischen Bereichen eingesetzt werden. Selbstorganisationsmechanismen erkennen und beheben Störungen automatisch. Eine sichere Funkverbindung wird durch kryptografische Algorithmen gewährleistet.

 

RFID als Schlüssel

Die in den Türschlössern enthaltenen Funkchips können sowohl mit einem passenden Funkschlüssel als auch mit einer RFID-Karte angesprochen werden. Die Karten müssen vom Nutzer dann einfach an das entsprechende Türschloss gehalten werden, um Zutritt zu erhalten. So können Smart Cards mit RFID-Technologie auch als Schlüssel verwendet werden.

Die Wissenschaftler der Fraunhofer ESK sehen eine Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten ihres Funkschließsystems auch in der Integration der Schließberechtigungen in eine Public Key Infrastructure (PKI). Die Karten tragen in diesem Fall nicht nur die Zugangsberechtigungen, sondern sind Teil einer Sicherheitsarchitektur, mit der eine sichere und vertrauliche Kommunikation über offene Netze gewährleistet wird.

Das selbstorganisierende Funkschließsystem wurde zusammen mit der Uhlmann & Zacher GmbH entwickelt und vom Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gefördert. 



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