Dabei wirken sich mit dem Produkt verbundene Produktdaten auf alle Phasen des Produktlebenszyklus aus. So revolutionieren mit RFID-Tags bestückte Produkte beziehungsweise Produktkomponenten die Informationsgewinnung und -verwertung bei der Produktplanung, Entwicklung, Produktion, Nutzung bis hin zum Recycling. Mit den Informationen, die das Produkt während seines Lebenszyklus begleiten, wird das lebende Produkt zur Realität.
Die Produktkomponente und zugehörige Produktdaten bilden jedoch heutzutage nur in den frühen Phasen des Produktlebenszyklus, also in den Phasen Entwicklung und Konstruktion, in Form eines virtuellen Produktes eine Einheit. In den späteren Phasen des Produktlebenszyklus (Fertigung, Nutzung, Entsorgung) kommt es dann im Allgemeinen zur Trennung des physischen Produktes von den zugehörigen Produktdaten.
Hier öffnet RFID neue Horizonte: Viele Unternehmen setzen bereits während der Produktion RFID ein, um Produktkomponenten aufzufinden, zu unterscheiden oder nachzuverfolgen. IT-Dienstlesiter Seeburger eruiert nun in Workshops und mit Machbarkeitsstudien den für den Kunden wirtschaftlichsten Einsatz von RFID, um dann die dienlichste RFID-Hardware auszusuchen und einen RFID-gesteuerten Produktlebenszyklus aufzusetzen. Die in den einzelnen Arbeitsschritten gespeicherten Daten müssen dann ausgelesen und an verschiedene Software-Systeme unter anderem an das PDM-System weitergegeben werden. So können über die eindeutige Produktnummer auf einem RFID-Tag auf die Produktinformationen zugegriffen und diese ausgelesen werden, die wiederum in einer IT-Anwendung abgelegt wurden. „Für uns sind die wirtschaftlichen Möglichkeiten von RFID im unternehmensinternen Einsatz noch lange nicht ausgereizt. Allein die Verbindung von RFID und Produkt- und Engineeringsystemen zeigt, dass die Produktion schneller, übersichtlicher und effizienter sein kann“, erklärt Seref Erkayhan, Produktmanager PLM bei Seeburger.
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