Eindhoven, 23.05.2007 | Neue RFID-Lösung macht gestohlene Disks unbrauchbar
NXP Semiconductors hat eine neues System entwickelt, das DVDs und CDs in Zukunft vor Diebstahl schützen kann. Dabei handelt es sich um eine netzwerk-basierte RFID-Lösung (Radio Frequency Identification) von NXP und Kestrel Wireless, die bei korrekter Bezahlung an der Ladenkasse eine Aktivierung des Produkts bewirkt und es somit für das Abspielgerät zuhause „lesbar“ macht. Entfällt diese Aktivierung an der Kasse, bietet die Disk weder Bild noch Ton, und ist damit keine lohnende Beute mehr. So wird nicht nur dem klassischen Ladendiebstahl und dem Klau entlang der Lieferkette Einhalt geboten. Auch teure Sicherheitseinrichtungen am Ausgang, speziell gesicherte Verpackungen oder Display-Vitrinen könnten bald der Vergangenheit angehören.
„Der Einzelhandel, die Hersteller und damit indirekt auch die Konsumenten geben Jahr für Jahr Hunderte Millionen Dollar zur Vermeidung von Diebstählen aus“, erklärt Dirk Morgenroth, RFID Marketing Director bei NXP Semiconductors. „Unsere Lösung hat das Potenzial, den Diebstahl von optischen Medien und Konsumentenelektronik entlang der Lieferkette und im Laden drastisch einzudämmen. Die RFID-Technologie verändert grundlegend Produktion, Distribution und Vertrieb von Waren und schafft ein neues Sicherheitsniveau, das den Absatz fördert, die Gesamtkosten senkt und das Shoppen für Verbraucher zu einem Einkaufserlebnis macht.“
Bo Andersen, Vorsitzender der Entertainment Merchants Association (EMA), der US-Vereinigung der Unterhaltungselektronik-Händler, kommentiert zukünftige Anwendungsmöglichkeiten bei optischen Medien im Namen des EMA-Gremiums für Diebstahlprävention: „Wir halten diese Lösung für ausgesprochen vielversprechend. Der Diebstahl von DVDs und Videospielen ist ein Problem, das schon viel zu lange anhält und jährlich Millionen von Dollar kostet. Wenn diese Lösung eine umwelt- und kundenfreundlichere Verpackung hervorbringt, die Absatzmöglichkeiten durch mehr Platz für Disks in den Regalen verbessert und die Rückgabekosten verringert, wird sie die Geschäfte aller Parteien deutlich beleben.“
Die Lösung ist ein Gemeinschaftsprojekt von NXP mir der US-Firma Kestrel. Das Technologie Know-How stammt aus Gratkorn bei Graz/Österreich. In Hamburg unterlaufen die RFID Chips einer strengen Qualitätskontrolle. Derzeit laufen in den USA erste Pilotprojekte für eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten an, die auch in Europa und Asien zum Einsatz kommen sollen.
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