Duisburg/Hannover, 26.05.2007 | Das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme in Duisburg hat ein neues Reifendruckfunksystem entwickelt, dass Drucksensor, Temperatursensor, Controller und Funkübertragung auf einem Chip integriert und ohne Batterie arbeitet.
Auf der Hannovermesse 2007 stellte das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme aus Duisburg ein neues Reifendruckfunksystem vor, dass alle wesentlichen Komponenten auf einem einzigen Chip integriert und völlig ohne Batterie, und somit wartungsfrei über die gesamte Lebensdauer des Reifens, arbeitet. Das System arbeitet mit einer Transpondertechnologie, die die Energie zur Druckmessung und drahtlosen Übertragung von einer im Radkasten des Fahrzeugs zu integrierenden Antenne erhält. Diese Antenne empfängt ebenfalls die vom System übermittelten Daten und leitet sie an das Cockpit des Fahrzeugs weiter.
Eine Datenübertragung vom Fahrzeug auf den Reifen kann ebenfalls erfolgen. Somit ermöglicht das System die Speicherung von reifenspezifischen Daten wie Laufleistung, Reifenposition (z.B. beim Wechsel Sommer- Winterreifen) oder das Auftreten besonderer Belastungszustände und die erlaubte Maximalgeschwindigkeit.
Der auf dem Chip integrierte hochgenaue Drucksensor erlaubt eine miniaturisierte Bauweise bei gleichzeitig extrem niedrigem Energieverbrauch sowie reduziertem Gewicht und Montageaufwand.
Der patentierte, mikromechanische Drucksensor arbeitet mit einem kapazitiven Verfahren und lässt sich für Druckbereiche von max. 1bar bis über 300bar realisieren.
Das Fraunhofer-Institut greift bei dem System auf eine eigens entwickelte, bereits vielfach in Produkten realisierte, Transpondertechnologie zurück. Die miniaturisierten Chipkomponenten wurden am Standort in Duisburg entwickelt und können in der hauseigenen Fertigungslinie produziert werden.
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