Köln, 05.06.2007 | Das European EPC Competence Center (EECC) mit Sitz in Neuss hat die Leistungsfähigkeit von 20 verschiedenen Transpondern auf fünf Referenzmaterialien in standardisierten Messtests ermittelt. Die Ergebnisse sind in einer weltweit einzigartigen Studie nachzulesen, die im Rahmen des dritten METRO Group Fachkongress RFID am 14. Mai 2007 in Düsseldorf erstmals vorgestellt wurde.
Das EECC war das erste von der Standardisierungsorganisation EPCglobal in Europa akkreditierte Test- und Forschungszentrum. Als neutrale Testplattform garantiert das EECC hochwertige standardisierte Tests rund um das Thema RFID. Mit seiner aktuellen englischsprachigen "UHF Tag Performance Survey" präsentiert das Kompetenzzentrum nun eine Studie, das Unternehmen aus allen Branchen dabei unterstützt, die richtigen RFID-Transponder für ihre Produkte und ihre Anwendungen zu identifizieren.
Die neue Studie "UHF Tag Performance Survey" gibt dem Leser einen umfassenden Überblick über den Einfluss verschiedener Materialien auf die Leistungsfähigkeit von 20 verschiedenen UHF-RFID-Transpondern, die auf das C1G2-Kommunikationsprotokoll von EPCglobal und den Standard ISO 18000-6C ausgelegt sind. Das Besondere an dieser EECC-Studie: Hier wurden erstmals Transponder mit vier verschiedenen Chips im Messbereich zwischen 800 und 1.000 MHz getestet. Unverzichtbare Grundlage war das professionelle Messsystem des EECC, das readerunabhängig zuverlässige Messtests in einer abgeschirmten Kammer erlaubt.
Untersucht wurden die Hauptfaktoren, welche die Leistungsfähigkeit von Transpondern beeinflussen. Dazu gehören unter anderem die Lesereichweite, die Zuverlässigkeit und die Anwendbarkeit auf verschiedenen Materialien. So wurde einmal an der freien Luft getestet, dann auf Teflon mit 2 mm Durchmesser, auf Teflon von 10 mm Durchmesser, auf einer PET-Wasserflasche und auf Metall. In diesem Testumfeld lieferten bestimmte Transponder beeindruckende Lesereichweiten von über 10 Metern.
Gerade für Systemintegratoren und für Endnutzer ist es wichtig zu wissen, welche Tags für bestimmte Anwendungen am besten geeignet sind. Die Studie gibt auf diese Frage zuverlässige Antworten. Den Unternehmen spart dies Zeit und Ressourcen, zumal die Ergebnisse weltweit gültig sind.
Sponsoren der Studie sind die Firmen INTEL und T-Systems, die das EECC in seiner Forschungsarbeit unterstützen, um die reibungslose Einführung der EPC/RFID-Technologie voranzutreiben.
Fit für den Markt von morgenJörg Pretzel, Geschäftsführer der GS1 Germany, eines der Gründungsmitglieder des EECC betont: "Mit der UHF Tag Performance Survey hat das EECC realitätsnahe, global reproduzierbare Ergebnisse vorgelegt. Die Ergebnisse zeigen, dass es für alle Anwendungsfälle geeignete technische Set-ups gibt. Das bedeutet: Tags sind für bestimmte Produkte und Materialien optimiert - auch für Metalle und Flüssigkeiten gibt es Lösungen."
Dr. Gerd Wolfram, Geschäftsführer der MGI METRO Group Information Technology und weiterer Gesellschafter des EECC, präsentierte die Studie erstmals auf dem dritten METRO Group Fachkongress RFID am 14. Mai 2007. "Die Survey liefert Systemintegratoren und Lieferanten wichtige Erkenntnisse zu der Frage, welche Tags für den künftigen Einsatz der Radiofrequenz-Identifikation geeignet sind. Für unsere Industriepartner bedeutet das eine enorme Zeitersparnis, weil sie vor der Technologieeinführung nicht selbst eine detaillierte Testserie durchführen müssen."
Dr. Dieter Kilian, Principle Project Manager RFID Solutions EMEA bei INTEL Solutions Services, fügt hinzu: "In einem nicht transparenten Markt mit vielen Anbietern stellt die neue EECC-Studie eine willkommene Markttransparenz her, ohne dass die Nutzer selbst aufwendige Tests durchführen müssen, um RFID auf dem Markt zu etablieren."
Der "UHF Tag Performance Survey" kostet 595 Euro (netto) und ist seit 4. Juni 2007 als Online-Recherche auf der GS1-Homepage unter http://shop.gs1-germany.de in der Rubrik "RFID" verfügbar. EPCglobal-Mitglieder erhalten einen Rabatt von 25 %.
Zum EECC
Im EECC können Anwender aus allen Branchen die Leistungsfähigkeit von Transpondern beispielsweise auf Versand- oder Handelseinheiten und Fahrzeugteilen testen lassen. Qualifizierte Ingenieure untersuchen die Lesbarkeit von getaggten Objekten im komplexen Umfeld verschiedener Materialien wie Metall oder Flüssigkeiten. Darüber hinaus bietet das EECC ein praxisorientiertes Schulungsprogramm für Anwender und Dienstleister. Neben GS1 Germany, der deutschen Repräsentanz von EPCglobal, gehören die Deutsche Post World Net, die Karstadt Warenhaus GmbH und die Metro Group zu den Gründungsmitgliedern des EECC. Gemeinsames Ziel ist es, eine Plattform für den branchenübergreifenden Austausch zu schaffen und die RFID-Technologie Schritt für Schritt in Europa zu etablieren.
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