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"Feld"-forschung mit Sensornetzwerken

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Feldforschung mit SensornetzwerkenDuisburg, 18.08.2007 | Fraunhofer IMS-Sensornetzwerke in der Landwirtschaft

Für den normalen Beobachter mag es ungewöhnlich erscheinen, das Ingenieure aus dem Bereich der Halbleiterforschung ihre Experimente und Messungen im Freien und nicht im Labor durchführen, aber genau dass machen momentan Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS) aus Duisburg.

 

Auf einem Kartoffelfeld im 90km entfernten Emmerich interessieren sich die Forscher aus Duisburg aber weniger für die Pflanzen, als für das auf dem Kartoffelfeld von ihnen installierte drahtlose Sensornetz. Dieses Funknetz besteht aus kleinen Funkplatinen, die in der Lage sind selbständig miteinander ein Funknetz aufzubauen und Daten zu einer Basisstation zu senden. Ausgestattet mit Sensoren wird eine Funkplatine so zu einer kleinen Messstation, die es ermöglicht, unterschiedliche physikalische Werte zu messen.

Ziel dieses, von der Euregio geförderten, Projektes ist es, die klimatischen Verhältnisse direkt in der Umgebung der Pflanze zu messen und daraus Rückschlüsse für die weitere Behandlung zu ziehen. Ferner erhoffen sich die Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer NRW, die das Projekt auf landwirtschaftlicher Seite betreuen, weitere Erkenntnisse über die klimatischen Verhältnisse die das Entstehen und Ausbreiten von Pflanzenkrankheiten fördern. Diese Daten könnten in Zukunft dazu beitragen, frühzeitig solche Krankheiten wie z.B. Phytophthora zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die Messdaten der einzelnen Stationen werden von der Basisstation, welche im Büro des Landwirts am PC angeschlossen ist, per E-Mail nach Duisburg geschickt. Hier können die Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts neben den Sensordaten, die die klimatischen Verhältnisse darstellen, auch interne Vorgänge im Funknetz erkennen: beispielsweise wie die einzelnen Messstationen über Funk miteinander verbunden sind (die Topologie des Netzes) oder über welche Verbindungen die Daten durch das Funknetz geleitet werden. Dies ist besonders interessant, wenn auf Grund eines Ausfalls einer Station, die Daten automatisch über andere Stationen zur Basis gefunkt werden.

Bei den Besuchen vor Ort kontrollieren die Forscher unter anderem den mechanischen Aufbau der einzelnen Stationen; sind sie doch über einen längeren Zeitraum den widrigen Wetterbedingungen ausgesetzt, die sich bis heute nicht simulieren lassen.

 


Kontaktdaten und weitere Informationen:

 

http://www.ims.fraunhofer.de

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