Jena, 13.09.2007 | Neben Fotos und persönlichen Daten werden auf Reisepässen ab November 2007 auch Fingerabdrücke gespeichert. Um die Qualität der Finger-Scans zu gewährleisten, dürfen nur zertifizierte Geräte eingesetzt werden. Am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena befindet sich die erste akkreditierte Prüfstelle für optische Sensoren, die Fingerabdrücke erfassen.
Der elektronische Reisepass geht in die zweite Runde: In Pässen, die seit dem 1. November 2005 ausgestellt werden, ist bereits ein RFID-Chip integriert, der das Lichtbild in elektronischer Form enthält. Nun werden ab dem 1. November 2007
je ein Fingerabdruck der rechten und linken Hand auf den Ausweisen gespeichert. Personenkontrollen sollen so zuverlässiger werden: Zollbeamte und Polizisten nehmen einen Fingerabdruck der kontrollierten Person und vergleichen ihn mit dem, der auf dem Pass gespeichert ist. So ist sichergestellt, dass es sich nicht um den Pass einer anderen, ähnlich aussehenden Person handelt. Dieser Vergleich funktioniert jedoch nur dann, wenn die gespeicherten Fingerabdrücke eine gute Bildqualität aufweisen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI hat daher eine Richtlinie verfasst: Nur Geräte, die dieser Richtlinie entsprechen, dürfen zum Scannen und Auslesen der Fingerabdrücke verwendet werden. Die erste akkreditierte Prüfstelle für optische Sensoren in den Geräten betreibt das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena. Am 10. September 2007 überreichte Dr. Udo Helmbrecht, Präsident des BSI, den Fraunhofer-Forschern in Bonn die Akkreditierungs-Urkunde.
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