Hamburg, 20.11.2007 | Ein wichtiges Forschungsprojekt für die Intralogistik-Branche, das unter der Bezeichnung „IdentProLog“ läuft, hat seine nächste Stufe erreicht. Das Vorhaben wird innerhalb des Rahmenkonzeptes „Forschung für die Produktion von morgen“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Hamburger Still GmbH als Hersteller von Flurförderzeugen und Anbieter intelligenter Lösungen für die Intralogistik hat in dem Projekt die Aufgabe, die mitentwickelten innovativen RFID-Konzepte sowohl baulich als auch steuerungstechnisch in ihre Flurförderzeuge zu integrieren. Still hat jetzt das erste Fahrzeug zum Piloteinsatz bei der KUKA Roboter GmbH ausgeliefert, das in Augsburg seine Alltagstauglichkeit unter Produktionsbedingungen nachweisen soll. Dieser Test mit einem Elektrogabelstapler vom Typ Still RX 20-20 läuft stufenweise bis 2009.
Neben innovativer RFID-Technik ist dieser Stapler mit einem Zusatzsteuergerät ausgestattet, dass durch Auswertung vor-handener Fahrzeugzustandsdaten den aktuellen Status des Fahrzeugs im Logistikprozess wie z.B. Lastaufnahme, Lagerplatz-anfahrt, etc. erkennt. Mit dieser Zusatzintelligenz ist es möglich, Fehllesungen und die Interferenzen mehrerer RFID-Systeme in einer Logistik-Umgebung untereinander zu vermeiden und damit die Warenbuchungsvorgänge vollständig zu automatisieren. 
Der Stapler kann mit seiner RFID-Antenne zeitgleich mit dem Transport der Ware den an der Ladungseinheit befestigten Transponder lesen und auch beschreiben. Zusätzlich besteht über Transponder am Lagerplatz die Möglichkeit zur Identifikation von Aufnahme- oder Abgabeort. Auf diese Weise entfallen alle manuellen Eingaben des Fahrers zur Erfassung, Dokumentation sowie zur Bestätigung der Warenbewegung. Entsprechend steigt die Zuverlässigkeit der Informationsweitergabe sowie die Umschlagleistung.
Der Stapler wird zum mobilen Gate
Dank dieses neuen Konzeptes wird das Transportmittel Flurförderzeug mittels RFID-Technologie vollständig in den Informationsfluss integriert. Zu jedem Zeitpunkt ist eine komplette Übersicht über alle Vorgänge im Lager gegeben. Durch die Ausstattung des Flurförderzeugs mit RFID-Technologie wird ein mobiles RFID-Gate geschaffen, das bei jedem Umschlagsprozess die Information in Realzeit über die Veränderung der Lagersituation an das Lagerverwaltungssystem online weitergibt. So wird das Flurförderzeug zum direkten Koppelelement zwischen Waren- und Informationsfluss.
Grundsätzlich entsteht ein neuer automatisierter und standardisierter Prozess in der Produktionslogistik. Er spart nicht nur Zeit und Kosten, sondern erhöht zudem die Prozesssicherheit und ermöglicht die Warenverfolgung firmenübergreifend über die gesamte Supply-Chain. In diesem Sinne ist der Testlauf bei KUKA von großem Interesse für die gesamte Branche.
Das Konsortium des Projektes IdentProLog setzt sich aus folgenden Firmen zusammen: Still GmbH und Jungheinrich AG (Flurförderzeughersteller), Deister Electronic GmbH (RFID-Supplier), GEBHARDT Transport- und Lagersysteme GmbH (Ladungsträgerhersteller), PSI Logistics GmbH (Softwareanbieter für Logistik), ITA (Institut für Transport und Automatisierungstechnik, Leibniz Universität Hannover) und IFT (Institut für Fördertechnik und Logistik, Universität Stuttgart) sowie KUKA Roboter GmbH (Roboterhersteller als Pilotkunde).
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