Pöcking, 28.11.2007 | Rekordzeit bei der Umstellung; einwandfreie Datenübertragung trotz störender Metallbehälter
INDYON, der Spezialist für moderne RFID-basierte Logistiksysteme, wird bei der LISEGA AG die gesamte Intralogistik am Standort Zeven mit der RFID-Gesamtlösung "Track+Race" neu einrichten. Die LISEGA AG ist ein mit weltweit sechs Standorten vertretenes Unternehmen für Rohrhalterungssysteme in verfahrenstechnischen Anlagen der Großindustrie. Auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern installiert INDYON in Zeven als Generalunternehmer ein Komplettsystem mit RFID-Transpondern, RFID-Erfassung, der Stellplatzverwaltung Track+Race BLM (BinLocationManager) und Staplerterminals.
"Wir passen uns ständig den steigenden Anforderungen der global verteilten Produktionswirtschaft an", erklärt Christian Windt, Bereichsleiter Produktion der LISEGA AG. "Deshalb ist es für uns so wichtig, ein Logistik-System einzuführen, das dank der funkbasierten RFID-Technologie berührungslos und in Echtzeit Daten zwischen Realzustand draußen auf der Fläche und unserer ERP-Software abgleicht. Allein durch die Zeitersparnis beim Ein- und Auslagern erwarten wir uns eine schnelle Amortisation dieser Investition."
"Das Projekt wird mit Beginn des zweiten Quartals 2008 für den Kunden abgeschlossen", erklärt Jonas Christ, technischer Projektleiter der INDYON GmbH. "Bei einem so komplexen Logistiksystem ist dies ein äußerst enger Zeitrahmen und ein Indiz für unsere ausgereifte Lösung auf Basis von Track+Race."
Details zum RFID-Projekt
Von der Umstrukturierung bei LISEGA ist der Materialfluss vom Wareneingang bis zum Warenausgang inklusive der Produktionsprozesse betroffen. Am Standort Zeven ist dem Produktionsprozess die Lagerung von Roh-, Halbfertig- und Fremderzeugnissen vorgeschaltet. Nach der Produktion folgt die Lagerung der Fertigwaren auf Paletten und in Gitterboxen. Über den Versand verlassen jährlich 18.000 Packstücke unterschiedlichster Größe mit einem Gesamtgewicht von 8,75 Millionen Tonnen das Unternehmen.
Aus technischen Gründen entschied sich LISEGA gegen die Verwendung herkömmlicher Barcodes zur Kennzeichnung der Ladungsträger. Stattdessen werden die Ladungsträger mit RFID-Transpondern ausgestattet, die vor der Verladung abgenommen und dem Prozess wieder zugeführt werden. Alle Gabelstapler werden daher mit einer RFID-Antenne am Hubgerüst ausgestattet.
Daher kommt bei diesem Projekt erstmals das Modul Track+Race UnitReader von INDYON zum Einsatz. "Wir sind dadurch in der Lage, Transponder direkt an den Transporthilfsmitteln zu erfassen. Das hilft uns insbesondere in den Bereichen, in denen eine rein logische Verfolgung mittels Track+Race LS nicht vorgesehen ist", so Christan Windt. Die Schwierigkeit, die INDYON gelöst hat, besteht dabei vor allem in der zuverlässigen Datenübertragung trotz elektromagnetisch störender Metalle.
Die Gabelstapler, die hauptsächlich in den Lagern eingesetzt werden, sind zusätzlich mit dem Echtzeitsystem Track+Race LS (LocatingSystem) ausgestattet. Bei Aufnahme oder Ablage eines Ladungsträgers wird der Stellplatz automatisch ermittelt. Hier erfolgt die Lokalisierung durch RFID-Transponder im Boden.
Das bestehende Warenwirtschaftssystem wird um das Stellplatzverwaltungssystem Track+Race BLM (BinLocationManager) von INDYON erweitert, um die Position aller Ladungsträger zu verwalten. Zur papierlosen Transportabwicklung werden 13 Gabelstapler verschiedener Hersteller mit Datenfunkterminals ausgestattet. So weit erforderlich, erhalten die Fahrer Transportaufträge von Track+Race BLM. Darüber hinaus haben die Fahrer aber auch weiterhin die Möglichkeit, eigenständig, also nicht vom System geführt, Fahraufträge durchzuführen.
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