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Indoor-Navigationssystem mit Ultrawideband-Technlogie und GPS führt Einsatzkräfte der Feuerwehr durch Gebäude

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Paris, 14.12.2007 | System ermittelt relative Position der Einsatzkräfte zueinander

Das französische Technologieunternehmen Thales hat ein "Indoor Positioning System" (IPS) entwickelt, das Menschen beispielsweise durch dunkle oder rauchgefüllte Räume lotsen kann. Klassische Anwender sind laut dem Entwickler Feuerwehrleute, deren Risiko, sich in brennenden Gebäuden zu verirren, durch das IPS gemindert werden soll. Des weiteren ist auch der Einsatz bei Polizeikräften oder kämpfenden Truppen denkbar.



Die Signale der GPS-Satelliten sind meist zu schwach, dass innerhalb von Bauwerken eine Positionierung möglich wäre. Wände, Decken und Installationen blockieren oder stören oft das Signal. Die nun von den Franzosen vorgestellte Lösung ist eine Indoor-Version des Satellitensystems und ermöglicht die GPS-Daten auch in Gebäuden zu nutzen. Zum Einsatz kommen dabei Geräte, die Signale auf der Basis von Ultra Wide Band (UWB) aussenden und empfangen. Jede Feuerwehreinsatzkraft trägt ein solches Gerät bei sich. Die Basisstation des Systems befindet sich in einem Einsatzwagen, der am Einsatzort abgestellt und an einen GPS-Empfänger gekoppelt ist. Die Standorte der einzelnen Einsatzkräfte werden errechnet, indem ihre relativen Positionen zueinander und mit der zur Basisstation abgeglichen werden. Somit können die Stellen der einzelnen Feuerwehrleute exakt berechnet werden.

Das System hilft somit einerseits den Feuerwehrleuten im Einsatz, um sich in unbekannter Umgebung zurecht zu finden, andererseits aber auch dem Kommando, das über die Position der einzelnen Einsatzkräfte informiert ist und somit eine einfachere Koordinierung ermöglicht. So weiß die Einsatzzentrale genau welche Räume die Mannschaft bisher schon durchsucht hat und welche nicht. Somit kann keine Person in Gebäudeteilen vergessen werden. Bei der  britischen Einheit der Hampshire Fire and Rescue Service http://www.hantsfire.gov.uk, wurde das System bereits getestet.

Einen etwas anderen Ansatz für die genaue Navigation in großen Bauwerken haben Informatiker an der Universität Saarland entwickelt (siehe Pressemitteilung hier >>> ). Die Forscher benutzen bei ihrer Lösung RFID-Chips, die im Gebäude verteilt sind. Mithilfe einer PDA-Software, die über einen 3D-Lageplan verfügt, können Personen exakt zu einem Raum gelotst werden. Die Signale der RFID-Chips geben dem Gerät Informationen über die aktuelle Position. Auch die Thales-Entwicklung soll langfristig kommerzialisiert und beispielsweise in Einkaufzentren installiert werden, so die Vision der Entwickler.

 

 

 

Kontaktdaten und weitere Informationen:

http://www.thalesonline.com/

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