Bochum, 28.01.2008 | Die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechniken, auf der der Wandel zur Informationsgesellschaft fußt, hat zu einem bedeutenden Innovations- und Wachstumsschub innerhalb der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung geführt. So erwirtschaftete die IT-Branche nach Angaben des Bundesverbandes BITKOM im Jahre 2005 mit fast 75 Milliarden Euro die höchste Wertschöpfung aller klassischen Industriezweige.
Die Ausschöpfung der Potentiale, die der Wandel zur Informationsgesellschaft eröffnet, schien anfänglich allein durch den technischen Fortschritt im Bereich der Informations- und Kommunikationstechniken bestimmt zu werden (z. B. durch höhere Übertragungsraten bei Internet- und Mobilfunkkommunikation (Stichwort: Breitband), gestiegene Leistungsfähigkeit von Prozessoren und Speichermedien oder RFID-Tags mit verbesserten Funktionalitäten). Mittlerweile rückt aber zunehmend ein weiterer Aspekt in der Blickwinkel: die IT-Sicherheit. Mit der zunehmenden Verbreitung von Informations- und Kommunikations-techniken haben natürlich auch die Abhängigkeiten und Risiken durch ihren Einsatz zugenommen. IT-Sicherheitsrisiken gefährden und beeinträchtigen dabei nicht nur bereits bestehende Anwendungen, sondern sie verhindern auch, dass sich Innovationen und darauf basierende Geschäftsmodelle und neuartige Leistungsangebote nachhaltig durchsetzen können. Das Ausmaß der Wohl-fahrtseffekte, die durch den Wandel zur Informationsgesellschaft erzielt werden können, wird folglich maßgeblich durch das Know-how im Bereich der IT-Sicherheit mitbestimmt und IT-Sicherheit ist somit zu einem bedeutsamen Standortfaktor geworden - auf nationaler, aber auch auf regionaler Ebene. Darüber hinaus erzielt der Bereich IT-Sicherheit aber auch indirekt Wohlfahrtseffekte, die vor allem aus dem Schutz von sensiblen Informationen in Unternehmen und öffentlichen Institutionen, dem Schutz kritischer Infra-strukturen, dem Aufbau von Vertrauen bei Transaktionen über elektronische Netze und auch durch die Verhinderung von Kriminalität resultieren.
Die Analyse verfolgt die zwei Hauptziele, (1) die nordrhein-westfälische IT-Sicherheitslandschaft darzustellen, um darauf aufbauend (2) die Bedeutung und möglichen Entwicklungsperspektiven des Bereichs IT-Sicherheit in NRW zu ermitteln. Ergänzend sollen erste konkrete Vorschläge benannt werden, die die IT-Sicherheitslandschaft in NRW stärken und weiter ausbauen könnten.
Die Studie steht Interessierten kostenlos unter: http://www.hgi.rub.de/itsNRWstudie/ zum Download zur Verfügung.
Kontaktdaten und weitere Informationen:






