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Das Warenhandling mit RFID fest im Griff

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Mit dem RFID-Handschuh hat man das Warenhandling fest im Griff. Die integrierte Antenne liest den Funktransponder an der Ware schnell und sicher aus. Die Daten werden in Echtzeit z.B. an ein zentrales Kommissioniersystem übertragen.Magdeburg, 26.04.2008 | Schätzungsweise 9000 Satelliten kreisen derzeit um unsere Erde. Sie können in jedes auch noch so entlegene Fleckchen unseres blauen Planeten blicken. Ein Vorteil, den sich Magdeburger Fraunhofer-Experten für ihre cleveren Logistik-Konzepte zu Nutze machen. Im Brennpunkt: die durchgängige Indoor- und Outdoor-Verfolgung von Gütern und Transporteinheiten sowie das Echtzeit-Monitoring von Lagerzonen und Handlingprozessen. Auf der Hannover Messe 2008 präsentierten die Forscher ihre hochmodernen Systemlösungen für die sichere Warenkette.

Just-in-time! In unseren Zeiten wird es für die internationalen Logistikunternehmen immer wichtiger, die Ware überall und zu jedem Zeitpunkt zu überwachen oder auf Unversehrtheit und Qualität zu prüfen. Hierfür haben die Wissenschaftler vom Fraunhofer IFF in Magdeburg die Lösung. In der am Institut entwickelten Smart Box können die mit HF- oder UHF-RFID-Labeln ausgestatteten Waren automatisch erfasst und kontinuierlich auf ihrem Weg durch die gesamte Logistikkette beobachtet und kontrolliert werden.

Selbst bei Objekten, die bislang als kritisch galten, wie zum Beispiel Getränkedosen oder Flüssigkeiten in Metallbehältern arbeitet die Smart Box zuverlässig.

"Logistikdienstleister erfüllen damit spielend die schwierigen sicherheitstechnischen Anforderungen internationaler Logistikketten. Die Kopplung von Indoor-Ortungstechnologien mit Outdoor-GNSS-Lösungen und deren Integration in neue Wechselbehälterkonzepte ermöglicht eine tatsächlich durchgängige Verfolgung der Ware direkt bis zum Abgabepunkt im Warenlager" beschreibt Institutsleiter und Logistikexperte Prof. Michael Schenk. Ein solches Wechselbehälterkonzept, das durch das Fraunhofer IFF mit diversen Telematiktechnologien ausgestattet wurde, wurde im METRO Group RFID Innovation Center erfolgreich getestet. Die Tests der transportablen Modenverwirbelungskammer mit standardisierten Metropaletten zeigten, dass das Prinzip der patentierten RFID - Modenverwirbelungskammer (UHF) als Grundlage für die Weiterentwicklung derzeitiger herkömmlicher Gates/Portale geeignet ist.

Als Highlight der diesjährigen Messe in Hannover wurden innovative Konzepte vorgestellt, die den heutigen Herausforderungen gerecht werden. Zur eindeutigen Identifikation und einer transparenten Verfolgung von Gütern unter Verwendung von RF-Technologien wurde am Fraunhofer IFF ein RFID Handschuh entwickelt, der ein deutlich schnelleres und sicheres Lesen des UHF-RFID Chips auf dem Gut ermöglicht. Erreicht wird dies durch eine besondere Robustheit der Antenne gegenüber dem Wassergehalt der Hand des Handschuhträgers. In Verbindung mit der UHF Smart Box, ebenfalls eine Fraunhofer-Entwicklung aus Magdeburg, können damit logistische Objekte komplett bis zum letzten Meter ins Regal verfolgt werden. Die integrierte Energieversorgung über Standardakkus und WLAN als Funkschnittstelle erlaubt eine überaus hohe Flexibilität im täglichen Einsatz.

Parallel dazu wird ein Ultraschallortungssystem vorgestellt. Über das Aussenden von Schallwellen im 40 kHz Frequenzbereich kann das Ortungssystem freibewegliche Transponder (ohne Drahtanbindung) in beliebiger Anzahl orten. Damit lassen sich einerseits Objekte dreidimensional orten. Andererseits erlaubt das System beispielsweise Krankenhäusern automatisierte Inventarisierungen. Auch in elektromagnetisch schwierigen Umfeldern wie zum Beispiel Industrieanlangen ist das System hervorragend geeignet.

Auf dem Indoor-Navigation-Gemeinschaftsstand auf der Hannover Messe 2008 vom 21.-25. April stellte das Fraunhofer IFF die Systeme vor (Halle 25 Stand E01).

 

 


Kontaktdaten und weitere Informationen:

http://www.iff.fraunhofer.de/

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