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Kaufmännische Krankenkasse vergibt Auftrag für elektronische Gesundheitskarte an Giesecke & Devrient

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München, 18.07.2008 | Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) beauftragt gemeinsam mit 28 Betriebskrankenkassen Giesecke & Devrient (G&D) mit der Herstellung und Lieferung von rund zehn Millionen elektronischen Gesundheitskarten. Zum Lieferumfang gehören die optische und elektronische Personalisierung der Chipkarte mit den individuellen Daten des Versicherten und der jeweiligen Krankenkasse. G&D übernimmt zudem den Versand der neuen Versichertenkarte an die Mitglieder der Kassen. Die Auslieferung der Karten soll ab Januar 2009 starten. 

„Das anspruchsvolle technische Konzept und die Erfahrung von Giesecke & Devrient mit großen Projekten im Gesundheitswesen haben uns überzeugt“, fasst Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH, die Lieferantenwahl, die in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren erfolgte, zusammen. Gesundheitsdaten sind sensible Daten und dem Datenschutz ist besonders Rechnung zu tragen. G&D hat als bisher einziger Hersteller für die in den Testregionen ausgegebenen Karten das IT-Sicherheitszertifikat des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erhalten.


Hans Wolfgang Kunz, Geschäftsführer des Bereiches Government Solutions bei G&D, zum Auftrag: „Giesecke & Devrient hat in intensiver Entwicklungsarbeit ein leistungsfähiges technisches System für die elektronische Gesundheitskarte realisiert. Unsere Kunden profitieren von modernster Technik und höchster Präzision in unserer Chipkartenfertigung. Wir liefern ein perfektes Komplettpaket.“

Die elektronische Gesundheitskarte wird zunächst die Stammdaten des Versicherten wie Name, Anschrift, Geburtsdatum und Krankenkasse sowie seinen Versicherungs- und Zuzahlungsstatus enthalten. Ein Foto des Karteninhabers schützt zusätzlich vor dem Missbrauch der Karte. Die neue Chipkarte wird als erste Funktion das elektronische Rezept beinhalten und ist bereits für eine qualifizierte elektronische Signatur vorbereitet, die rechtlich und technisch gesehen eine eigenhändige Unterschrift ersetzt. Damit könnte der Besitzer der elektronischen Gesundheitskarte sich beispielsweise gegenüber Behörden identifizieren.

Die Versicherten können optional ein PIN-Home-Package bei der KKH bestellen. Darin enthalten ist ein spezieller Kartenleser mit Software für den Anschluss an den heimischen PC. Mit diesem Zusatzpaket haben die Versicherten die Möglichkeit, ihre aktuellen Stammdaten oder freiwillig gespeicherte Notfalldaten auf der Karte jederzeit einzusehen.

Giesecke & Devrient ist einer der Innovationsführer bei den Telematikanwendungen zur Modernisierung des Gesundheitswesens. Rund jede vierte Chipkarte für das elektronische Gesundheitswesen in Deutschland kommt von G&D. Dabei liefert der Technologiekonzern mit Sitz in München neben der Chipkarte auch ein leistungsfähiges Hintergrundsystem, das künftig alle Funktionen im Lebenszyklus von rund 70 Prozent der Versichertenkarten in Deutschland steuern wird. Die Technologie der Münchner hat sich bereits mehrfach in den Testregionen zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in Deutschland und in internationalen Projekten, zum Beispiel in Taiwan und Österreich, bewährt.  





Kontaktdaten und weitere Informationen:

http://www.gi-de.com

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