UHF-Chips können aus größeren Distanzen als Standardchips, die den ISO-Spezifikationen 14443/15693 unterliegen, ausgelesen werden. Dies ist vor allem beim Grenzübertritt oder Polizeikontrollen hilfreich. Polizei- und Grenzbeamte können Reisedokumente bereits vor dem direkten Kontakt mit der Person, bei dem dann eine Detailauthentifizierung stattfindet, überprüfen. Da der UHF-Chip keine personenbezogenen Daten enthält, gibt es keinerlei Probleme mit dem Schutz der Privatsphäre. Durch diesen Vorgang wird ein schneller und einfacher Kontrollprozess bei gleichzeitigem Schutz vor dem Auslesen individueller Daten mit Hilfe der RF-Schnittstelle ermöglicht. Die geringe Menge an Informationen, die auf dem UHF-Chip gespeichert sind, stellen sicher, dass nur authorisierte Personen Zugriff auf die personenbezogenen Daten des Dokumenteninhabers erhalten. Die Daten auf dem UHF-Chip müssen für eine detaillierte Datenverifikation mit Daten, die in einer separaten Datenbank gespeichert sind, verlinkt werden. Damit bietet die UHF-Technologie eine weiteraus sicherere Art und Weise der Verifikation als nur die anhand der optischen Daten. Solche Karten werden bereits in verschiedenen Führerscheinprojekten in den USA genutzt, sind aber auch für die Mitarbeiter-Zugangskontrolle und ähnliche ID-Projekte geeignet.
Bereits seit mehreren Jahren realisiert Mühlbauer die Produktion von UHF Inlays und deren Integration in verschiedene Kartenkörper. Heute sind wir stolz darauf sagen zu können, dass wir das einzige Unternehmen weltweit sind, das kontaktlose UHF-Chipkodiertechnologie bereits für sein gesamtes Kartenpersonalisierungsportfolio entwickelt hat – von nieder- bis hochvolumigen sowie zentralen oder dezentralen Lösungen. Aufgrund der speziellen technischen Anforderungen an das UHF-Kodieren, bietet Mühlbauer angepasste Kodierstationen für alle seine Personalisierungssysteme an.Desweiteren kann die UHF-Technologie mit einem standardmäßigen kontaktbehafteten oder kontaktlosen Chip in einer sogenannten Hybrid-Karte kombiniert werden. Der Standardchip enthält dabei die biografischen und biometrischen Daten des Karteninhabers und der zusätzliche UHF-Chip mit unsensiblen Informationen erweitert die Verwendungsmöglichkeiten sowie den Sicherheitslevel der Karte enorm. Menschen können aufgrund einer Seriennummer aus größerer Entfernung erkannt werden, aber die sensiblen Daten können nur mittels eines kontaktbehafteten Lesegeräts oder eines kontaktlosen Kurzstreckenlesegeräts ausgelesen werden. Ein Zugriff nicht-authorisierter Personen auf personenbezogene Daten kann damit ausgeschlossen werden.
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