München/Gaborone, 24.11.2008 | Die Regierung von Botsuana beauftragt Giesecke & Devrient (G&D) mit der Herstellung und Lieferung von 150.000 elektronischen Reisepässen (E-Pass). Zudem liefert G&D die Systeme zur Datenerfassung und Personalisierung der Reisedokumente. In ähnlichem Umfang hat G&D weltweit – wie beispielsweise in Mazedonien – bereits mehrere Aufträge erfolgreich umgesetzt. Das Grenzkontrollsystem mit Lesegeräten kommt ebenfalls vom Münchner Technologiekonzern. Der Auftrag wurde heute in Gaborone, der Hauptstadt von Botsuana unterzeichnet. Die Systemimplementierung wird zwei Jahre dauern. Ab 2010 sollen die Reisepässe an die Bürger Botsuana’s ausgegeben werden. Das Auftragsvolumen beträgt rund 15 Mio. Euro.
Botsuana ist das erste südafrikanische Land, das den elektronischen Reisepass einführt. „Wir sind stolz, dass uns das Ministry of Labour and Home Affairs mit diesem anspruchsvollen Projekt beauftragt. Der neue elektronische
Ausweis wird die umfangreichen Vorgaben von ICAO und EU erfüllen und international anerkannt und einsatzfähig sein. Zusammen mit einem leistungsfähigen Grenzkontrollsystem wird Botsuana auf die steigenden Sicherheitsanforderungen des internationalen Reiseverkehrs gut vorbereitet sein“, kommentiert Hans Wolfgang Kunz, Geschäftsführer des Bereiches Government Solutions bei G&D, den Auftrag.
G&D realisiert als Generalunternehmer die komplette Systemintegration. Das neue Ausweissystem wird weltweit eines der schnellsten seiner Art werden. In ausgewählten Ämtern, die für die Personalisierung der Dokumente eingerichtet sind, können besonders eilige Antragsteller ihren neuen Ausweis direkt bei der Beantragung mitnehmen. Zwischen der Aufnahme der Daten bis zur gesamten visuellen und digitalen Personalisierung des Reisepasses werden nicht mehr als 20 Minuten vergehen.
Die Datenseite des Passdokuments enthält neben den persönlichen Daten ein Farbfoto des Passinhabers. Letzteres kann einfach visuell geprüft werden. Um ein Maximum an Fälschungssicherheit zu erreichen und Identitätsmissbrauch zu verhindern sind im neuen E-Pass die Angaben zur Person und das Lichtbild auch digital in einem Chip gespeichert. An den Grenzkontrollstellen prüfen dann die Lesesysteme elektronisch durch Vergleich der Daten, ob der Benutzer des Dokuments, der ein- oder ausreisen möchte, auch tatsächlich der Passinhaber ist.
Die Datenerfassung und -aufbereitung erfolgt dezentral. Mit 20 Registrierungsstellen im Land sowie weiteren mobilen Stationen können die Bürger schnell und komfortabel einen neuen Reisepass beantragen ohne lange Anfahrtswege beispielsweise in die Hauptstadt auf sich nehmen zu müssen.
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