Dortmund, 08.01.2009 - Um die Potenziale der RFID-Technologie ausschöpfen zu können, ist neben der richtigen Implementierung in bestehende Unternehmensprozesse eine umfassende Standardisierung unumgänglich. Das Richtlinienprojekt VDI 4472 der VDI-Gesellschaft FML nennt in diesem Zusammenhang mögliche Einsatzfelder und Kostenbewertungen von RFID-Systemen. In dem LogiMAT-Forum wird die anwendungsbezogene Richtlinienreihe, an der Unternehmen der RFID-Branche, Logistikdienstleister, Anwender und wissenschaftlichen Institutionen mitgewirkt haben, von einer Expertenrunde auszugsweise vorgestellt. Diese dient insbesondere jedoch den Anwendern als technologische, logistische und konzeptionelle Orientierungshilfe.
Im ersten Teil der Richtlinie werden die allgemeinen Anforderungen an Transpondersysteme zum Einsatz in der Supply Chain sowie der Anwendungsfall von HF-Systemen beispielhaft in der textilen Kette behandelt.
Das im Anschluss vorgestellte Richtlinienblatt 10, das in Zusammenarbeit mit der AIM erstellt wurde, beschreibt und definiert Schritt für Schritt alle relevanten Einflussgrößen, mögliche Testparameter sowie die eigentlichen Untersuchungen inklusive Anleitungen zur Überprüfung der Leistungsfähigkeit von Transpondersystemen. Es basiert inhaltlich auf international anerkannten ISO-Normen, vertieft diese und bereitet eigene sowohl statische als auch dynamische Tests sowie Nachweisverfahren verständlich und vor allem praxisnah und anwendungsbezogen auf.
Anschließend wird das erst im Oktober 2008 erschienene Blatt 8 zum Management von RFID-Projekten näher erläutert. Hierbei wird der Anwender mit Aspekten vertraut gemacht, die bei Entscheidungen in RFID-Projekten zu berücksichtigen sind. Dabei soll die Richtlinie, die mit dem VDEB erarbeitet wurde, in erster Linie als Orientierungshilfe für wesentliche technologiebezogene (Hard- und Software) sowie organisatorische Aspekte und Hintergründe dienen, die im Rahmen eines RFID-Projektes zu beachten sind.
Der zunehmende Einsatz der RFID-Technologie über die gesamte Supply Chain hinweg stellt hohe Anforderungen an eine Bewertung der ökonomischen Auswirkungen der Technologie, so dass mit der Darstellung von Blatt 4 zur Kosten-Nutzenbewertung von RFID-Systemen in der Logistik ein Hilfsmittel vertiefbar ist. Neben der detaillierten Betrachtung der auftretenden Kostengruppen werden die einzelnen Effekte auf Prozesse und auf die Supply Chain strukturiert dargestellt und die jeweiligen Auswirkungen auf Kunden- und Finanzebene beschrieben.
Einen hohen Anwendernutzen kann die RFID-Technologie bei Mehrwegsystemen bieten. Das vorgestellte Blatt 5 bietet dem Anwender diesbezügliche Hilfestellung und fasst verschiedene Konzepte anwendungsorientiert sowie branchen- und mehrweggerecht zusammen. Hierbei wird unter Berücksichtigung verschiedener Technologien, Datenformate und Leistungseigenschaften besonders auf die Konformität zu anderen national und international gültigen Normen und Sicherheitsbestimmungen eingegangen.
Abgerundet wird die Vortragsreihe durch einem Einblick in Blatt 12 "Einsatz der Transpondertechnologie zur Unterstützung der Traceability in der automobilen Supply Chain", um aktuelle Erkenntnisse zum Einsatz von RFID-Systemen aus dem Bereich der Automobilbranche aufzeigen zu können.
Kontaktdaten und weitere Informationen:






