Leipzig, 16.01.2008 - Für Stammkunden und die LVB wird es zukünftig einfacher
Die Leipziger Verkehrsbetriebe führen ab April 2009 als erstes Verkehrsunternehmen in Ostdeutschland eine elektronische Chipkarte als Fahrtkarte für Stammkunden ein. Die Umstellung erfolgt schrittweise und startet mit den Stammkunden der Tarifzone Leipzig. Ab Februar 2009 wird die LVB eine Testaktion mit 1000 ausgesuchten Kunden durchführen und die Smart Cards unter reellen Bedingungen zu testen. Dazu werden momentan 5.000 Anschreiben an Abo-Kunden verschickt und aus den Antworten die Testnutzer ausgewählt.
"Smarte" Vorteile für die Kunden
Das elektronische Ticket auf Basis eines integrierten Chip bringt viele Vorteile für den Kunden mit sich. Es entfällt der monatliche Wechsel der Klebemarken. Ein Vergessen der Marken und das damit verbundene Schwarzfahren sind somit ausgeschlossen. Die Karte wird einmal per Post zugeschickt. Bei Verlust oder Diebstahl kann die Karte sofort gesperrt werden. Da der Chip nicht kopiert werden kann, sind unbefugte Nutzung und Missbrauch auf Namen des Kunden nicht möglich. Vertragsänderungen mit zeitlichem Vorlauf können jederzeit vorgenommen werden. „Das alles beutetet mehr Flexibilität, Komfort und Sicherheit für unsere Kunden“, so Holger Klemens. Auf dem Chip sind die Daten der Vertragsnehmer und der Tarifzone, in der er fährt, enthalten.
Reduzierung von Missbrauch und schnelle Amortisation
Das ausschlaggebende Argument für die LVB selbst ist die deutliche Senkung ihrer Vertriebskosten in den kommenden Jahren, da Forderungsausfälle verringert und Missbrauch erschwert werden. Die Kosten der drei großen Säulen des Stammkundensystems (Forderungsfälle, Herstellung/Versand, Missbrauch) werden sich von über 600.000 Euro auf circa 200.000 Euro im Jahr 2011 verringern. Holger Klemens: „Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zeigt, dass sich die Einführung des Chipkartensystems bereits 2011 positiv auswirken wird.“
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