Plauen/Oberhaching, 02.09.2009 - RFID-Technologie heiratet Mobilfunk
Das ist nahe Zukunft: In den Bus steigen, das Handy an eine kleine Tafel halten und die Fahrt ist bezahlt. Möglich macht dies die RFID-Technologie, ein Verfahren zur Funkerkennung von Gegenständen und Lebewesen. Damit können auch Warenkörbe in Supermärkten erfasst, Gepäckstücke auf Flughäfen sortiert oder Gebäude überwacht werden. Jetzt haben Handy-Produzenten die ersten Mobiltelefone mit RFID-Leseköpfen ausgestattet. Diese Entscheidung hat das Plauener Software-Unternehmen pitcom GmbH bewogen, entsprechende Softwarekomponenten für erste Anwendungsfälle zu entwickeln.
So bietet das Unternehmen zum Beispiel eine innovative Lösung für die Objektbewachung an, die einerseits immense Kosten spart und andererseits gestattet, die Wachgänge „live“ in den Leitstellen zu verfolgen und zu protokollieren. Auf Unregelmäßigkeiten kann sekundenschnell reagiert werden. Dabei werden die Handys, mit denen die Wachleute ohnehin ausgestattet sind, zu Lesegeräten für RFID-Datenträger, die „beschrifteten Zellen" eines RFID-Systems. Die Intelligenz der von pitcom entwickelten Software auf den Mobiltelefonen sowie die pitcom-Software in den Leitstellen der Securityunternehmen entscheiden über die Effektivität dieser zukunftsträchtigen Technologiekombination.
Das Plauener Unternehmen veranschaulicht das System im Internet mit einer Filmsequenz. Danach erhält das Personal im Objekt- und Personenschutz Telefone mit RFID-Lesekopf sowie Dienstausweise mit integrierter RFID-Technologie. Wichtige Kontrollpunkte werden ebenfalls mit den RFID-Datenträgern ausgerüstet und die Daten – Kontrollpunktzeiten sowie Dienstbeginn und -endezeiten der Mitarbeiter – durch Annähern des Handys erfasst. Die pitcom-Software auf den Telefonen sorgt dafür, dass diese Daten mit dem Mobilfunk-Standard GPRS just-in-time zum Server in die Leitstelle gesendet werden. Zur Gewährleistung einer 100-prozentigen Systemverlässlichkeit ist die Auswahl und Nutzung geeigneter RFID-Datenträger zur Standortkennzeichung von enormer Bedeutung. Nur wenn die empfindliche Chiptechnologie der Nutzung entsprechend verpackt wird, kann eine lückenlose Identifikation sichergestellt werden. Deshalb hat die Firma smart-TEC aus Oberhaching bei München für das Plauener Unternehmen pitcom RFID-Datenträger entwickelt, die hinsichtlich der mechanischen und thermischen Beanspruchung optimal für der Einsatzzweck geeignet sind. Die robuste Bauform, das kundenindividuelle Design hinsichtlich Form, Fabe, Größe und Befestigungsart sowie die hohe Witterungsbeständigkeit, was bei der Außenanbringungen wichtig ist, waren für pitcom bei der Auswahl des smart-DOME Freestyle von smart-TEC von entscheidender Bedeutung.
Bereits seit Oktober 2007 nutzt das Sicherheitsunternehmen ARNDT aus Crimmitschau die von pitcom entwickelte Lösung. Für Geschäftsführer Franz König bringt sie neben der Kosteneinsparung durch Wegfall teurer Erfassungsgeräte und exakter Zeiterfassung sowie präzisem Dienstmonitoring des Wachpersonals auch einen verbesserten Sicherheitsstandard. „Die pitcom-Lösung ließ sich problemlos in unsere Leitstelle integrieren. Die Betriebskosten reduzierten sich auf einen Bruchteil der herkömmlichen Aufwendungen“, erklärt König zufrieden.
In der Zwischenzeit wird die Lösung von einer ganzen Reihe von Unternehmen mit Erfolg eingesetzt. Prominentestes Unternehmen der Branche ist in diesem Zusammenhang wohl die Firma SECURITAS mit ihrem Tochterunternehmen SECURITAS Aviation Services in Berlin.
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