Sprockhövel, 19.10.2009 - Ein RFID-Etikett und zwei Aufgaben: Logistikprozesse optimieren die Warensicherung ersetzen
Die RFID-Initiative von GS1, EPC-Global, hat eine neue Richtlinie veröffentlicht. Sie legt Standards fest, wie die üblichen proprietären Diebstahlsicherungstechniken durch RFID-Technologie in Ein- oder Mehrwegetiketten ersetzt werden können. Avery Dennison hat diese neuen Richtlinien als Partner von EPCglobal mitentwickelt. Das Unternehmen ist überzeugt, dass die Standards allen Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette von der Bekleidungsherstellung bis zum Einzelhandel zugute kommen werden. Durch diese Technik ist es möglich, einerseits die Logistikprozesse zu optimieren und andererseits die Warensicherung in den Läden zu gewährleisten.
Die Stärken der RFID- und der EAS-Technologie (Electronical Article Surveillance = Elektronische Warenüberwachung) sind hier in einem einzelnen Etikett vereint, ein nachträgliches Auszeichnen mit Warensicherungsetiketten entfällt. Das bringt enorme Vorteile, erklärt Paul Chamandy, Leiter der Abteilung New Business Development bei Avery Dennison: "Diese Richtlinien zeigen, wie das kombinierte RFID/EAS-System eingesetzt werden kann. In der Praxis eröffnen das eine Vielzahl von Möglichkeiten Kosten einzusparen, den Betrieb effizient zu machen und die Lagerhaltung zu präzisieren."
Und auch Chris Adcock, der Präsident von EPC global Inc., sieht in den Standards ein neues Modell, mit dem die Einzelhändler ihre Diebstahlverluste sichtbar machen und managen können. "Das System ist auf Warentransparenz ausgelegt. Damit kann der Händler Vorratsengpässe verringern, beim Kunden für positive Kauferlebnisse sorgen und so seinen Umsatz steigern."
Avery Dennison beliefert Einzelhandel, Markenbesitzer und Hersteller mit einer kompletten Serie von Tags und Etiketten, die mit der RFID-basierten EAS-Technologie ausgestattet werden können. Viele große Einzelhändler bauten bereits bei der Einführung eines globalen EAS-Programms mit Quell-Tags und bei der Umsetzung von RFID-Programmen auf Warenebene auf die Erfahrung von Avery Dennison.
Im Einzelhandel gibt es bisher verschiedene Standards für Diebstahlsicherungssysteme. Denen ist aber allen gemeinsam, dass sie dem Händler lediglich sagen, dass ein Diebstahl vorliegt, wenn ein Produkt den Laden verlässt. Sie sagen ihm nicht, was genau gestohlen wurde. Die RFID-basierte Warensicherung liefert darüber hinaus Informationen zum spezifischen Produkt. "Das bringt mehr Transparenz. Die Händler können solche Verluste jetzt schnell und exakt in den Regalen nachfüllen", meint Chamandy.
Die unterschiedlichen EAS-Technologien haben bisher die Ausstattung mit Quell-Tags zur Warensicherung behindert. Je nach Technologie, die der Händler bei der Diebstahlsicherung nutzte, musste er die Waren nachträglich und aufwändig mit unterschiedlichen Etiketten versehen. "Wir gehen davon aus, dass durch die neuen Richtlinien der Prozess einheitlicher und die Anwendung von RFID-Quell-Tags auf Warenebene vereinfacht wird", sagt Chamandy. Dabei wird der Kostenvorteil für den Händler umso größer, je früher in der logistischen Kette das Kombi-Etikett an der Ware angebracht wird.
Deshalb ist es wichtig, Lieferanten zu suchen, die über globale Ressourcen und weitreichende Erfahrung mit der weltweiten Lieferung von Etiketten als Teil eines Quell-Tag-Programms verfügen. Chamandy: "Suchen Sie sich Lieferanten, die alle RFID/EADS-Anforderungen schnell erfüllen können, und zwar von der Herstellung bis zum Verkauf."
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