Ludwigshafen - 01.12.2009 - Kostengünstiges Ausgangsmaterial für additiven Herstellungsprozess von flexiblen RFID-Antennen
Unter dem Produktnamen CypoPrint® vermarktet BASF ab sofort metallbasierte Tinten zur Herstellung von flexiblen Antennen für den Einsatz in RFID-Tags (Etiketten). RFID steht für Radio Frequency Identification (kontaktfreie Identifizierung über Radiowellen) und kann ähnlich dem Barcode-System zur Erkennung und Lokalisierung von Waren eingesetzt werden. Die nicht-leitfähigen CypoPrint® -Tinten der BASF ermöglichen erstmals ein - im Vergleich zur bisher genutzten Ätztechnik - kostengünstiges und zugleich umweltfreundliches additives Herstellungsverfahren von RFID-Antennen.
Die Vorteile additiver Herstellungsprozesse gegenüber der Aluminiumätztechnik liegen in einem effizienteren Rohstoffeinsatz und einer geringeren Umweltbelastung. Die neuen CypoPrint®-Tinten ersetzen die bisher im Additivprozess eingesetzten, teuren leitfähigen Druckpasten und reduzieren die Herstellungskosten für RFID-Antennen deutlich. Damit ist der additive Herstellungsprozess mit CypoPrint ® erstmals kommerziell wettbewerbsfähig. Die von BASF entwickelten nicht-leitfähigen CypoPrint®-Tinten werden mit bekannten Druckverfahren auf Polyesterfolien aufgedruckt und im Anschluss auf Galvanikanlagen für flexible Elektronik leitfähig metallisiert. „Da eine Umwandlung des CypoPrint®-Aufdrucks und damit die Erzeugung der leitfähigen Strukturen erst in der Galvanik stattfindet, sprechen wir auch von einer „Seeder“-Tinte. CypoPrint® ist also sozusagen die Saat, die wir dort aufbringen, wo wir später Kupferleiterbahnen „aufwachsen“ lassen“, erklärt Dr. Christoffer Kieburg, Project Manager im Business Management Metall Systeme bei BASF. „Ein zusätzlicher Kundenvorteil ist die variable Schichtdicke bzw. Leitfähigkeit der so erzeugten Antennen, die in der Galvanik leicht an die verschiedenen Speicherchips angepasst werden kann.“
Zusätzlich zu der „Seeder“-Tinte CypoPrint® umfasst das BASF-Portfolio auch einen sogenannten Primer (Grundierung), mit dem eine noch höhere Haftung der auf der Folie erzeugten Antennenstrukturen erreicht wird.
Die aus einer leitfähigen Antenne und einem Chip bestehenden RFID-Tags (Etiketten) werden heute vor allem im Ticket-Bereich, bei der Gepäckverfolgung in Flughäfen und in der Logistik eingesetzt. Weltweit werden jährlich ca. 3 Milliarden Tags für diese Anwendungen produziert, wobei die Nachfrage stark steigend ist.
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