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UHF-RFID-Tag von der LTL vor Luftfahrt-Zulassung

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Mögliches Anwendungsgebiet des UHF-RFID-Transponders: Kennzeichnen von SauerstoffmaskenHamburg, 29.03.2010 - Permanente Kennzeichnung und kontaktlose Identifikation

Lufthansa Technik Logistik hat einen UHF-RFID-Tag entwickelt, der erstmals die hohen Anforderungen von Instandhaltungsbetrieben in der Luftfahrt erfüllt. Das im Rahmen des Hamburger Luftfahrtforschungsprogramms geförderte Projekt „Permanent Parts Marking“ ermöglicht eine dauerhafte Kennzeichnung von Bauteilen nicht nur innerhalb, sondern erstmals auch außerhalb der Flugzeugkabine. Die dabei verwendete Technologie stellt ein Medium zur Verfügung, das eine kontaktlose Funk-Identifikation eindeutiger Gerätedaten über Distanzen von mehreren Metern möglich macht.

Der Transponder, auch „Tag“ genannt, wird permanent auf Bauteile aufgebracht, die in der Folge über ein Lesegerät erkannt werden können. Neben minimaler Größe und Gewicht (3,2 Gramm) bei adäquater Reichweite, der zuverlässigen Funktion auf Metallbauteilen und einer Konformität mit allen gängigen RFID-Standards ist der Transponder gegen Feuer, Vibrationen, Stöße, Feuchtigkeit, Chemikalien, den geringen Druck in Flughöhe sowie Temperaturen von minus 65 bis plus 160 Grad Celsius resistent.

Ein weiterer Vorteil ist die über die gesamte Bandbreite des ultrahochfrequenten Bereichs (UHF) auf Metall erzielte Reichweite von drei (bei 868 Megahertz) bis einem Meter (bei 960 Megahertz). Das nur 11 x 41 x 5 Millimeter messende Bauteil kann ohne Batterie bis zu 512 Bit an Nutzdaten speichern.

Der Transponder wird gemäß SAE Aerospace Standard 5678, RTCA Standard DO-160 und Schutzklasse IP 69K qualifiziert. Außerdem ist er kompatibel mit den RFID-Standards ISO 18000-6c sowie EPC Class1 Gen2 und ermöglicht eine ATA Spec 2000 Chapter 9-5 konforme Codierung. Der Transponder kann mit dem Luftfahrt-zertifikat „Form One“ der EASA (European Aviation Safety Agency) erworben werden.
Anwendungspotenziale für den Transponder bieten sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Flugzeugbauteils. Angefangen bei der Produktionslogistik des Geräteherstellers über die Fertigungslogistik der Flugzeugbauer bis hin zu den Instandhaltungsprozessen während des gesamten Flugzeuglebens. Als erster Hersteller wird die Lufthansa Technik AG den Tag auf ihren selbst entwickelten Geräten des Cabin Management & Inflight Entertainmentsystems nice® aufbringen.

Die Lufthansa Technik Logistik, ein Tochterunternehmen der Lufthansa Technik AG, wurde bei der Entwicklung seit September 2008 durch die Projektpartner Lufthansa Systems, das Zentrum für Intelligente Objekte (ZIO) am Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen und die Harting Mitronics AG aus Biel in der Schweiz unterstützt. Aktuell befindet sich der Tag in der Qualifizierungs- und Zulassungsphase. Die Serienfertigung des Transponders wird Ende Juli 2010 beginnen.

 

Kontaktdaten und weitere Informationen:

http://www.lufthansa-technik.com

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