Herford, 27.08.2010 - Assistor optimiert Fahrzeugumschlag im Logistikcenter mit RFID-Handhelds von Nordic ID
Das finnische Unternehmen Assistor Oy bietet logistische Komplettdienstleistungen für Fahrzeuge und Ersatzteile, die für das Baltikum, Russland und Finnland bestimmt sind. Jährlich durchlaufen rund 350.000 Fahrzeuge die Logistikzentren des finnischen Unternehmens, dazu gehören Automobile der Marken BMW, Chrysler, Citroën, Honda, Jaguar, Mazda, Mercedes, Mitsubishi, Porsche und Toyota. Die Logistikzentren von Assistor sind unentbehrliche Drehkreuze für den Autotransport in die baltischen Staaten hinein und – in vielen Fällen – weiter bis Russland. Zu den Dienstleistungen von Assistor gehören der Seetransport der Fahrzeuge ebenso wie die Lagerung, die Inspektion und der Einbau von Extras, die Zollabfertigung im Bestimmungsland, die vorläufige Registrierung, die Rechnungsstellung und der Transport in die jeweiligen Bestimmungsorte. Um die stetig steigende Zahl an zu verschiffenden Automobilen adäquat bewältigen zu können, stand Assistor vor der Herausforderung, die Effizienz und die Genauigkeit der Abwicklungsvorgänge zu erhöhen. Nach der Einführung einer modernen IT-Plattform für das Echtzeit-Logistikmanagement und der Anschaffung von 170 RFID-Handhelds Nordic ID PL3000 UHF ist Assistor heute in der Lage, die Fahrzeuge in seinem weitläufigen Lager- und Serviceareal zuverlässig zu identifizieren – und mit gleichem Personal und verringerter Fehlerquote mehr Fahrzeuge zu bearbeiten.
Vor der Umstellung auf RFID hatte Assistor in seinem Logistikcenter im finnischen Hanko rund zehn Jahre lang ein eigenentwickeltes Nachverfolgungssystem im Einsatz, das auf Barcodetechnik basierte. Zum Auslesen der 17-stelligen Fahrgestellnummer bei der Anlieferung der Autos mussten die Angestellten den Barcodestreifen einscannen, der an den meisten Fahrzeugen angebracht war. Durch die Erfassung der Fahrgestellnummer konnte das Fahrzeug dann auf den gedruckten Arbeitsanweisungen identifiziert werden – ob es nun darum ging, das Auto zur Waschanlage zu fahren oder es zu einem Warteplatz zu bringen. „Die Erfassung der Fahrgestellnummer bei der Anlieferung legt den Grundstein für einen reibungslosen und effizienten Ablauf aller nachfolgenden Tätigkeiten“, so Tom Suvanto, stellvertretender Geschäftsführer von Assistor. Ein Problem der alten Vorgehensweise war, dass einige Hersteller keine Barcodes lieferten und die Mitarbeiter die Fahrgestellnummer manuell eingeben mussten – bei entsprechend hoher Fehlerquote. Zudem ist der Nachteil der Bracode-Technik, dass sie auf eine ungestörte Sichtverbindung zwischen Barcode und Lesegerät angewiesen ist. „Die Fahrzeuge sind aber bei den harten Witterungsbedingungen im finnischen Winter oft vollständig mit Eis und Schnee bedeckt“, beschreibt Suvanto. „Gerade wenn Fahrzeuge eingeschneit sind oder in Regengüsse geraten, funktioniert die Barcode-Technik nicht mehr.“ Angesichts des Wachstumskurses von Assistor war das alte System auf Dauer nicht mehr praktikabel.
RFID-Performance des Nordic ID PL3000 überzeugt
Auf Vorschlag von Digia plc., einem in Helsinki ansässigen Anbieter von ICT-Systemen, entschied sich Assistor die RFID-Technologie zu testen. Umfangreiche Feld- und Labortests folgten. „Nachdem wir zu dem Schluss gekommen waren, dass die RFID-Technologie solide ist, fiel uns die Entscheidung leicht, die alte Barcodetechnik aufzugeben“, erklärt Tom Suvanto. Digia entwickelte für Assistor eine moderne Echtzeit-Logistikmanagement-Lösung, deren Kernbestandteil das Warenwirtschaftssystem Digia Enterprise darstellt. Im Zusammenspiel mit leistungsstarken RFID-Mobilcomputern sollte die neue Plattform eine deutliche Effizienzsteigerung im Fahrzeugumschlag bewirken. Bei den RFID-Handhelds fiel die Entscheidung recht schnell auf die Mobilcomputer PL3000 UHF von Nordic ID. Nordic ID ist eines der erfolgreichsten Unternehmen im Bereich Mobile RFID in Europa. „Mit ihrer RFID-Performance, der einfachen Bedienbarkeit, dem geringen Gewicht und der hohen Akkulaufzeit waren die Nordic ID PL3000 jedem anderen Gerät, das wir getestet haben, deutlich überlegen“, so Suvanto. Auf den 170 PL3000 Handhelds wurde die Anwendungssoftware Digia @Hand installiert, die mit der neuen Echtzeit-Plattform über ein Edge-Netz kommuniziert.
Zuverlässige Ausleserate auch bei Eis und Schnee
Heute werden gleich beim Abladen der Fahrzeuge von der Fähre passive UHF RFID Gen2-Tags von UPM Raflatac an den Rückspiegel des Fahrzeugs gehängt. Jeder Tag beinhaltet eine sechsstellige Nummer im RFID- und Druckformat, die im Warenwirtschaftssystem Digia Enterprise mit der Fahrgestellnummer verknüpft ist. Bei der Überführung der einzelnen Fahrzeuge in den Lagerbereich erfassen die Mitarbeiter mit den Nordic ID PL3000 Handhelds den genauen Standort des Autos im Lager. Da der Arbeitsbereich der Handhelds eineinhalb Meter beträgt, können die Anwender schnell an den Fahrzeugen vorbeigehen und dabei die Tags auslesen. Dies ist unabhängig von den Bedingungen fast immer problemlos möglich – bei Regen und sogar durch eine Eis- und Schneedecke auf den Autos hindurch. Beim Auslesevorgang hilfreich ist das große, beleuchtete Farbdisplay des PL3000, von dem die Mitarbeiter auch bei schlechten Sichtverhältnissen gut ablesen können. Sollte der RFID-Tag aus irgendeinem Grund nicht lesbar sein, wird alternativ der Barcode für eine schnelle Aktualisierung der Informationen verwendet.
Jeden Arbeitsschritt mit den Handhelds erfassen
Soll ein Fahrzeug aus dem Lager in den Inspektionsbereich verlegt werden, lässt es sich durch die Informationen, die über die Applikation Digia @Hand auf den Handhelds bereitgestellt werden, einfach, zuverlässig und schnell lokalisieren. Beim Überführen des Fahrzeugs werden der RFID-Tag ausgelesen und die Informationen so im Backend aktualisiert. Mittels Handheld erfassen die Beschäftigten jede Bewegung und jeden Arbeitsschritt, den ein Fahrzeug durchläuft, wie Inspektion, Säuberung oder Hinzufügen von Zubehör. Bevor das Fahrzeug an den nächsten Operator weitergegeben wird, wird der RFID-Tag entfernt. Im Tag werden sämtliche Verknüpfungen mit der Fahrgestellnummer des abgewickelten Fahrzeugs gelöscht. Damit kann der Tag für andere Fahrzeuge im Logistikcenter von Assistor weiterverwendet werden.
Wachstumskurs dank RFID
Der Nutzen der RFID-Komplettlösung ist bei Assistor deutlich spürbar: „Wir können die Fahrzeuge heute während des gesamten Bearbeitungsprozesses schnell und zuverlässig identifizieren und nachverfolgen“, resümiert Tom Suvanto, der stellvertretende Geschäftsführer von Assistor. „Sämtliche Informationen stehen unseren Beschäftigten in Echtzeit zur Verfügung.“ Auch die Bearbeitungszeiten haben sich deutlich verkürzt – bei gleichzeitig minimierter Fehlerquote. „Unsere Mitarbeiter können ihren täglichen Aufgaben mit den Handhelds von Nordic ID deutlich schneller und effektiver nachkommen. Insgesamt ist die Produktivität stark gestiegen“, sagt Suvanto. „Ohne die Umstellung unserer Prozesse auf RFID wäre unser Wachstumskurs so nicht möglich gewesen.“
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