Hallbergmoos, 11.05.2011 - Forschungsprojekt „RAN“ geht neue Wege in der Gestaltung automobiler Logistikprozesse
Im Rahmen des vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geförderten Forschungsprojektes „RAN - RFID-based Automotive Network“, das die durch Reduktion der Fertigungstiefe immer komplexer werdenden Lieferantennetzwerke wirtschaftlicher steuern soll, arbeiten die EURO-LOG AG, Daimler AG, IBM Deutschland GmbH und Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) an einem System zur Überwachung multimodaler Transportketten.
Ziel ist es, die in unterschiedliche Umladungen, Zwischenlager, verschiedene Verkehrsmittel und beteiligte Firmen fragmentierte Transportkette mit neuen Methoden und Techniken übergreifend wirtschaftlich zu steuern. Hierbei werden die Technologien in einer transatlantischen Lieferkette erprobt.
Ein Beitrag der EURO-LOG als Integrationsspezialist ist die Beschaffung von Statusinformationen aus den unterschiedlichsten Datenquellen, wie z.B. Auskunftssystemen von Reedereien oder Luftfahrtgesellschaften.
Werner Schollenberger, IT-Architekt, IBM Deutschland: „In der Praxis kommt man für Transparenz und Steuerung in multimodalen Lieferketten an einer hybriden Informationsbeschaffung, die sich aus allen verfügbaren Datenquellen bedient, nicht vorbei. Durch die Nutzung schon vorhandener Datenquellen in Kombination mit der flexiblen Einführung von zukunftsweisenden Techniken wie RFID, können die Ereignisse aus der realen Welt flächendeckend erfasst, gespeichert und analysiert werden.“
Basis des Informationssystems ist der Infobroker, ein verteiltes Repository zur Sammlung und Bereitstellung von eben diesen Ereignissen aus der realen Welt. EURO-LOG betreibt im eigenen hoch performanten und ISO27001 zertifizierten Rechenzentrum eine lokale Instanz der von IBM Deutschland gestellten Repositorys und entwickelt den Discovery Service, eine Art Telefonbuch für die beobachteten Ereignisse.
Zur Darstellung und Auswertung der beobachteten Events entwickelt EURO-LOG in Zusammenarbeit mit Fraunhofer IML ein Assistenzsystem. Dieses ermöglicht einen einheitlichen Blick auf die Transportkette, verbindet die Ist- mit den Soll-Daten, stellt Abweichungen fest und gibt Empfehlungen zur Minimierung der aus Abweichungen entstehenden Aufwände.
Der Einsatz des Systems erfolgt im von der Daimler AG gesteuerten Use Case (Anwendungsszenario) „Lange Prozesskette“ im Projekt RAN.
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