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Interview: Einer für alle - Vereinheitlichung von Smartcard-Standards

Common Smartcard setzt auf Vereinheitlichung von Standards via der Open-Cash-FileMünchen, 10.12.2013 - Jeder kennt die smarten Karten – Smartcards sind weltweit in den verschiedensten Projekten im Einsatz. Sei es in den Bereichen Kundenbindung, Gastronomie, Bezahlwesen, Rabattaktionen, Zeiterfassung oder Zutrittskontrolle. Smartcards vereinfachen alltägliche Prozesse und machen sie einfacher und zuverlässiger.

Damit das Ganze funktioniert, benötigen die meist kontaktlosen Karten eine bestimmte Codierung. Hier ist man häufig auf einen Anbieter festgelegt. Wie in vielen Bereichen werden von Herstellern Hürden in Form von proprietären Systemen aufgebaut. Dies ist in vielen Fällen gut für den Systemanbieter aber in einigen Bereichen zum Nachteil des Kunden. rfid ready sprach mit Timo Stehn, Vorsitzender des Marketingausschusses des Industrieverbandes Common Smartcard.

Tarun Sharma:
Herr Stehn, aus welchen Gründen wurde der Industrieverband Common Smartcard gegründet?

Timo Stehn:
Seit seiner Gründung setzt sich der Verband für einheitliche Smartcard-Lösungen zur Förderung von standardisierten Datenstrukturen bei RFID-Applikationen ein. Das oberste Ziel ist es, kompatible Hard- und Softwarelösungen zu ermöglichen. Denn insbesondere bei kontaktlosen Sicherheits- und Zahlungsanwendungen findet der Kunde häufig unübersichtliche proprietäre Strukturen vor. Dies erschwert den Produkt- und Anbieterwechsel. Einheitliche Standards sorgen dagegen für mehr Transparenz.

Tarun Sharma:
Was steckt konkret dahinter und welche Vorteile haben offene Kartenstandards für den Endkunden?

Timo-Stehn-common-smartcardTimo Stehn:    
Das Herzstück bildet die standardisierte Open-Cash-File-Datenstruktur in der Karte. Durch diese können alle Anbieter von Kartensystemen, wie zum Beispiel POS- und Automatenlieferanten, nach den gleichen Strukturen arbeiten. Die Vorteile ergeben sich vor allem beim Endkunden. So erhält dieser nach Abschluss des jeweiligen Projektes die Hoheit über die Zugriffsschlüssel, findet eine geringere Systemkomplexität vor und hat eine größere Auswahl unter den Lieferanten. Zudem können bestehende Kartenlösungen weiterverwendet werden, da die Open-Cash-File-Kartenstruktur einfach auf den vorhandenen Karten verwendet werden kann. Multiapplikationen sind somit auch möglich.

Tarun Sharma:
Welche Chiptypen unterstützt Open-Cash-File?

Timo Stehn:
Nachdem zunächst eine Lösung für Mifare DESfire® entwickelt wurde, ist nun auch der Einsatz mit LEGIC® advant möglich.

Tarun Sharma:
Wie wollen Sie die Ziele des Verbandes durchsetzen? Wie treten Sie in der Öffentlichkeit in Erscheinung?

Timo Stehn:
Nachdem in den vergangenen Jahren vor allem die Definition von Schnittstellen und Strukturen im Mittelpunkt stand, treten wir jetzt in den Dialog mit Systemanbietern sowie öffentlichen und privaten Unternehmen. In den Gesprächen zeigen wir die Vorteile von Open-Cash-File auf. Darüber hinaus stehen 2014 unter anderem eine crossmediale Kampagne und die Teilnahme als Aussteller auf zahlreichen Messen auf der Agenda.

Tarun Sharma:
Welche Vorteile bietet eine Mitgliedschaft bei Common Smartcard?

Timo Stehn:
Die Mitgliederstruktur bei Common Smartcard erstreckt sich vom Kartenhersteller über Systemanbieter bis hin zum Chipproduzenten. Die große Bandbreite zeigt, dass quer durch die Branche Interesse an den genannten Zielen besteht. Als Mitglied ist es Ihnen möglich, aktiv im Verband mitzuarbeiten und wichtige Entscheidungen mitzutreffen. Unsere Mitglieder treten mit der Idee des Open-Cash-File aktiv an ihre bestehenden und potenziellen Kunden heran. Als großes Plus wird von diesen die Herausgabe der Zugriffsschlüssel empfunden, da diese dem Kunden Freiheit bei der Wahl der Anbieter für weitere Projekte verschafft. Für den Systemanbieter ergibt sich der Vorteil, dass er sich auf diese Weise als flexibel und kundenorientiert darstellt. Als Alternative zur Selbstverwaltung der Schlüssel gestaltet sich die optionale Herausgabe durch einen Notar oder den Systemanbieter.

Tarun Sharma:
Herr Stehn, vielen Dank für das Gespräch.

 

Kontaktdaten und weitere Informationen:

http://www.common-smartcard.org

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